Vor allem, wenn du dir bei einem Verkehrsunfall unsicher bist, ob du Schuld hast oder nicht, solltest du versuchen, in dieser Situation zunächst einen kühlen Kopf zu bewahren. Gehe geschickt und planvoll vor. Je mehr und aussagekräftigere Informationen du sammelst, umso besser können die Schuldanalyse erstellen oder die Quote bei einer Teilschuld errechnen.

Dafür haben wir ein paar nützliche Tipps für dich:

  • Tipp 1: Damit wir gemeinsam mit einem Rechtsanwalt für Verkehrsrecht die Schuldfrage klären, eine Schuldanalyse erstellen oder die Quote errechnen können, werden möglichst viele Informationen benötigt. Suche daher Zeugen und sprich diese direkt an der Unfallstelle an. Notiere dir Namen und Kontaktdaten.
  • Tipp 2: Mache Fotos von der Gesamtsituation. Halte dabei nicht nur Details wie Fahrzeugschäden, sondern auch die Umgebung z.B. mit Kreuzung, Straßenzug und Verkehrsschildern fest.
  • Tipp 3: Zahle vor Ort bei der Polizei kein Verwarngeld. Dies würde einer Schuldanerkenntnis entsprechen. Wenn du die Zahlung des Verwarngelds verweigert, kann dir zunächst nichts passieren.
  • Tipp 4: Prüfe die Einschätzung der Polizei auf der Unfallmitteilung. Wenn du in der ersten Spalte stehst, wirst du im Normalfall als Unfallverursacher eingestuft. Ist aber ein Kreuz bei „unklare Sach- und/oder Rechtslage“ gesetzt, gilt die Unfallmitteilung vielmehr als Austausch der Personalien.
  • Tipp 5: Hast du vor lauter Nervosität und Unsicherheit beispielsweise Verwarngeld bezahlt oder stehst in der ersten Spalte der Unfallmitteilung, können wir trotzdem die Schuldanalyse durchführen. Sollte sich dann eine Un- oder Teilschuld herausstellen, können wir dennoch für dich Ansprüche durchsetzen und diese geltend machen.