Mehr Autos, mehr Unfälle: Gab es in den 1950er Jahren bis zu 500.000 Autounfälle jährlich, sind es in den letzten Jahren mehr als 2,5 Millionen pro Jahr. Täglich kracht es also auf Deutschlands Straßen – statistisch gesehen sogar alle 12 Sekunden. Doch nicht jeder Unfall ist gleich: Man kann Schuld, keine Schuld oder eine Teilschuld haben. Das Team von Höner ist Experte für Gutachten nach einem unverschuldeten Unfall. Dennoch haben wir auch nützliche Tipps und Tricks für dich, wenn du den Unfall verursacht hast oder wenn du eine Teilschuld trägst.

Das Wichtigste bei einem Unfall ist natürlich, dass niemand verletzt wurde. Daher sollte zu allererst geprüft werden, ob jemand geschädigt wurde. Sind Personen verletzt, solltest du diese versorgen und den Rettungsdienst unter der 112 rufen. Ist niemand verletzt und die Unfallstelle abgesichert, verständige die Polizei, die den Unfall aufnimmt und eine Unfallmitteilung erstellt. Gut, zu wissen: In der ersten Spalte steht der Unfallverursacher. Es sei denn, es ist ein Kreuz bei „unklare Sach- und/oder Rechtslage“ gesetzt. Dann gilt die Unfallmitteilung vielmehr als Austausch der Personalien.

Du bist der Unfallverursacher – Das solltest du beachten

Sicherlich ist ein selbstverschuldeter Unfall eine ärgerliche Angelegenheit. Doch gerade für solche Situationen ist jedes Auto im deutschen Straßenverkehr haftpflichtversichert. Ist an der Unfallstelle alles geklärt, musst du dich um dein Auto kümmern, wenn es nicht mehr fahrbereit oder verkehrssicher ist. So oder so musst du zunächst deine Versicherung anrufen und ihr den Unfall melden. Stellt sich nun die Frage, welche Versicherung für entstehende Kosten aufkommt.

Deine Haftpflichtversicherung kommt für alle Kosten auf, die dem Unfallgeschädigten entstehen – vom Abschleppdienst, über die Kfz-Reparatur und den Kfz-Gutachter bis hin zu Schmerzensgeld und Verdienstausfall. Freiwillige Zusatzversicherungen stellen die Teil- und die Vollkasko dar, die auch die Abschleppkosten für das eigene Vehikel übernehmen. Jedoch nur eine Vollkasko-Versicherung trägt die Kosten für Schäden an deinem eigenen Kfz nach einem selbstverschuldeten Unfall. Ein abgeschlossener Kfz-Schutzbrief gilt als nützlicher Zusatz zur einfachen Haftpflichtversicherung und enthält unter anderem das Abschleppen, den Pannendienst und das Bergen des eigenen Fahrzeugs.

Übrigens: Nur bei größeren Schäden und schweren Unfällen räumt die Feuerwehr Blechteile und Scherben weg. Ansonsten ist man selbst dafür zuständig.

Es gilt die Regel, dass du die Kosten so gering wie möglich halten solltest. Daher erstatten Versicherungen beispielsweise nur das Abschleppen in die nächstgelegene Fachwerkstatt. Dies auch bei einem unverschuldeten Unfall.

Fazit: Deine Haftpflichtversicherung übernimmt die Schadensabwicklung mit den Unfallgeschädigten und die ihm entstandenen Kosten. Je nach Versicherungsart werden auch Schäden und Kosten, die dir entstanden sind, übernommen.

 

Du trägst eine Teilschuld an dem Unfall. Wir haben wichtige Tipps für dich

Auch wenn du der Meinung bist, dass du mindestens eine Teilschuld an dem Unfall hast oder wenn der Unfallgegner Ansprüche stellt, solltest du ebenfalls deine eigene Kfz-Haftpflicht informieren. In diesem Fall prüfen beide Versicherungen den Sachverhalt anhand von Unfallmitteilung und Aussagen von Beteiligten und Zeugen. Übrigens: Meist werden Parkplatzrempler von Versicherungen zu einer Quote von 50:50 ausgelegt. Das bedeutet: 50 Prozent bekommst du ersetzt, die andere Hälfte musst du selbst tragen.

Tipp 1: Ist es unklar, wer an dem Unfall Schuld hat, erstellen wir gemeinsam mit einem unserer Rechtsanwälte eine Schuldanalyse. Trägst du laut Analyse eine Mitschuld an dem Unfall, werden wir gemeinsam mit dem Rechtsanwalt für Verkehrsrecht eine sogenannte Quote herauszuarbeiten. Vorab klären wir dich auf, ob und welche Kosten dir entstehen und wie der genaue Ablauf sein wird. So kennst du alle Eventualitäten und mögliche Kosten bereits im Vorfeld und wirst nicht von versteckten Kosten überrascht.

Tipp 2: Wenn du zusätzlich deine Vollkasko-Versicherung in Anspruch nimmst, riskierst du jedoch eine Verschlechterung beim Schadenfreiheitsrabatt. Über das „Quotenvorrecht“ kann man sich möglicherweise einen Teil des Geldes für diese Rückstufung und für die Selbstbeteiligung bei der gegnerischen Kfz-Haftpflicht zurückholen. Dazu solltest du dich auf jeden Fall von unseren Rechtsanwälten für Verkehrsrecht beraten lassen.

 

Du bist unverschuldet in einen Unfall geraten? Gerne unterstützen wir dich tatkräftig bei der Schadensregulierung. Wir übernehmen für dich dabei die Korrespondenz mit der gegnerischen Versicherung, ziehen einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht hinzu oder stellen dir einen Mietwagen zur Verfügung, wenn du einen benötigst. Dafür brauchst du nichts selbst bezahlen – die Kosten übernimmt die Versicherung des Unfallverursachers.

Höner und alles ist geregelt.